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Social Prescribing – Rezepte gegen Einsamkeit

Gemeinsam statt einsam: Neues Projekt in Frankfurt startet ab Juni

Mit dem Projekt „Social Prescribing – Rezepte gegen Einsamkeit“ startet in Frankfurt ein kostenfreies Angebot für Menschen, die sich mehr soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten wünschen. Das Konzept vermittelt nicht Medikamente, sondern passende soziale, kulturelle oder gesundheitsfördernde Angebote. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, neue Kontakte zu knüpfen und wieder stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Symbol zum Thema, © Gesundheitsamt Frankfurt am Main

 

Lesen Sie dazu folgende Informationen und Details:

 

Was ist Social Prescribing?
Social Prescribing (Deutsch: Verschreibung sozialer Angebote) ist ein Konzept, das ursprünglich aus Großbritannien stammt und inzwischen auch in vielen anderen Ländern erfolgreich angewendet wird.
Das Grundprinzip ist einfach: Teilnehmende erhalten ein „Rezept“. Allerdings nicht für ein Medikament, sondern für soziale, kulturelle oder gesundheitsfördernde Aktivitäten. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, neue Kontakte zu knüpfen und stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
In Frankfurt wird das Projekt von der Abteilung Psychische Gesundheit im Gesundheitsamt organisiert und begleitet.

 

Für wen ist das Angebot gedacht?
Das Angebot richtet sich an Frankfurter Bürger:innen, die sich einsam fühlen, unter sozialer Isolation leiden oder sich mehr soziale Kontakte wünschen. Besonders angesprochen sind Menschen, die

  • sich im Alltag häufig einsam fühlen
  • neue Kontakte knüpfen möchten
  • ihre Freizeit gern gemeinsam mit anderen gestalten möchten
  • Interesse an Gruppenangeboten und gemeinsamen Aktivitäten haben

 

Ablauf des Projekts in Frankfurt
Der Einstieg in das Projekt erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Bewerbung
  2. Telefonischer Erstkontakt
    Nach dem Eingang ihrer Bewerbung werden interessierte Bürger:innen vom Gesundheitsamt telefonisch kontaktiert. In einem kurzen Gespräch werden erste Informationen zum Projekt gegeben und offene Fragen geklärt.
  3. Fragebogen
    Im Anschluss erhalten die Interessierten einen Fragebogen. Dieser wird per Post oder per E-Mail zugeschickt und dient dazu, die persönliche Situation besser zu verstehen.
  4. Gruppentreffen im Gesundheitsamt
    Nach Auswertung des Fragebogens werden die Teilnehmenden zu einem Gruppentreffen im Gesundheitsamt eingeladen. Dort werden das Projekt und der weitere Ablauf ausführlich vorgestellt. Außerdem erfolgt die Zuteilung zu passenden Angeboten.

 

Welche Angebote gibt es?
Es gibt die Möglichkeit, an sozialen oder kulturellen Aktivitäten teilzunehmen. Die Angebote sollen helfen, neue Erfahrungen zu machen, andere Menschen kennenzulernen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Mögliche Angebote sind zum Beispiel:

  • Entspannungs- und Achtsamkeitskurse
  • Bewegungsangebote
  • Kunst- und Kreativkurse
  • kulturelle Aktivitäten
  • Gruppenangebote zum gemeinsamen Austausch

Die Angebote finden in kleinen Gruppen statt und werden von qualifizierten Kursleitungen begleitet. Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei. Jede/r Teilnehmer/in kann einmal an einem Kursangebot teilnehmen.

Start des Projekts

Die ersten Angebote beginnen ab Juni 2026. Eine Bewerbung bzw. Anmeldung ist ab sofort möglich. Es besteht aktuell die Auswahl zwischen den folgenden Kursen, die beide im Gesundheitsamt, Breite Gasse 28 in Frankfurt stattfinden:

  • Kreativer Tanz (10 Termine dienstags 18:30-20:30 Uhr: 9.6., 16.6., 30.6., 7.7., 14.7., 21.7., 28.7., 4.8., 11.8., 25.8.2026)
  • Kreatives Schreiben (10 Termine freitags 18:00-20:00 Uhr: 12.6., 19.6., 26.6., 10.7., 17.7., 24.7., 7.8., 14.8., 21.8., 28.8.2026)
  • Für weitere Kurse im Verlauf des Jahres können sich Sie sich auf die Interessentenliste setzen lassen.

 

Kontakt
Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben oder weitere Informationen wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden:

Katharina Popp, Tel.: 069 212 33129, E-Mail: katharina.popp@stadt-frankfurt.de

Weitere Informationen unter: https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/gesundheitsamt/projekte-und-netzwerke/social-prescribing